Vaporizer – Verdampfen statt verbrennen

Neben E-Zigaretten entwickelt sich in letzter Zeit auch der Markt für Vaporizer rassant. Bei Vaporizern handelt es sich um Geräte die Pflanzenmaterial in einer sogenannten Dampfkammer erhitzen. Je nach gewählter Temperatur werden dem eingelegten Pflanzenmaterial gezielt Wirkstoffe entzogen. Dank des Prinzips der Erhitzung wird das Pflanzenmaterial nicht verbrannt. Dies hat wiederum zur Folge, dass unetwünschte Nebenprodukte die bei der klassischen Verbrennung entstehen ausbleiben. Der im Vaporizer erzeugte Dampf wird vom Nutzer entweder  über ein Mundstück direkt eingeatmet, oder in einen Ballon gefüllt und anschließend geraucht. Neben Tabak oder Kräutern werden Vaporizer in der Regel auch speziell  zur Verdampfung von Marihuana genutzt. Die fortschreitende weltweite Legalisierung des Heilkrauts spielt der rasant wachsenden Industrie natürlich direkt in die Hände.

Grundlegend können Vaporizer in zwei Kategorien eingeteilt werden. Zum einen gibt es tragbare Geräte die mit einem Lithium-Ion-Akku ausgestattet sind. Je nach Geräteklasse unterscheiden sich die Vaporizer in Sachen Erhitzungszeit, Akkulaufzeit sowie extras wie einer genauen Temperatureinstellung. Interessant sind auch klassischere Geräte die mit Butangas betrieben werden. Hier wird die Dampfkammer nicht mithilfe von Strom, sondern über die Verbrennung des Gases erhitzt. Alternativ kann man sich auch für ein stationäres Gerät entscheiden. Diese Vaporizer werden in der Regel auf einem Tisch abgestellt und bieten eine höhere Leistung. Anders als bei tragbaren Geräten wird der erzeugte Dampf in der Regel nicht über ein Mundstück abgegeben, sondern über einen eingebauten Lüfter in einen Ballon geleitet. Der mit dem Dampf gefüllte Ballon kann anschließend vom Nutzer geraucht werden.

Beobachtet man den Markt der Vaporizer fällt auf, dass anders als bei E-Zigaretten ein Großteil der Geräte direkt aus Amerika stammen. Dort haben sich Vaporizer, wohl auch aufgrund der weitläufgen Legalisierung bereits etabliert. Passiv ist man in China aber natürlich nicht. Mittlerweile werden viele der beliebtesten Geräte  bereits kopiert und auch hierzulande verkauft. Wer über den Kauf eines Vaporizers nachdenkt, sollte sich also nicht von Angeboten locken lassen, die preislich zu gut um wahr zu sein scheinen. Hier kann es sich nämlich um ein Imitat handeln. Vergleichen Sie am besten die jeweiligen Angebote und Fragen Sie auch direkt bei den Shops nach. Seit einigen Jahren etablieren sich chinesische Händler direkt am europäischen Markt mit übersetzten Websites. Diese sind oftmals nur schwer zu identifizieren. Ein Blick in die Artikelbeschreibung zeigt aber oftmals recht schnell, dass die wortwahl und auch oftmals der Satzaufbau aus einem automatisierten übersetzer stammt.

Wie schnell sich der Markt für Vaporizer entwickelt, kann auch anhand der Produkteinführungen abgelesen werden. Mittlerweile drängen praktisch wöchentlich neue Geräte auf den Markt. Eingesessene Hersteller wie  z.B. das deutsche Unternehmen Storz & Bickel zeigen sich aber etwas passiver. Hier wird oftmals auf qualitativ hochwertige Vaporizer gesetzt, die anschließend auch für mehrere Jahre am Markt erhältlich sind. Ein Blick auf die Liste der Hersteller zeigt weiters, dass sich auch Hersteller bekannter E-Zigaretten langsam aber sicher auch mit Vaporizer-Produkten am Markt platzieren.

Wo die Reise der Vaporizer in Europa hinführt, wird wohl die Gesetzgebung der kommenden Jahre zeigen. Im medizinischen Sektor wird in Deutschland und Österreich  bereits mit „Gras“ gearbeitet. Ersten Einsatz findet das Heilkraut bei chronischen Schmerzpatienten sowie Magersüchtigen. Dies führt natürlich langsam aber sicher zu einer weitgreifenden Aufklärung des Volkes und schlussendlich zu einer Akzeptanz.

 

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